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NÄH-ABC: NÄHMASCHINENNADELN - WAS DU WISSEN SOLLTEST!

WELCHE IST DIE RICHTIGE NADEL FÜR WELCHEN STOFF? WANN MUSS DIE NÄHMASCHINENNADEL GEWECHSELT WERDEN?



Wie oft habe ich in der Vergangenheit meine Nähmaschine angeschaltet, einfach drauf losgenäht und mich dann gewundert, warum das Stichbild unschön wird, der Stoff kleine Fäden zieht oder meine Nähmaschine komische Laute von sich gibt? Zu häufig! Diese ‚Symptome‘ können daher kommen, dass die Nähmaschinennadel beschädigt ist oder aber, dass die Nadel nicht zum vernähten Stoff passt.


Die Nähmaschinennadel ist ein kleiner Teil der Nähmaschine, besitzt jedoch einen grooooßen Einfluss auf das Stichbild und somit auch auf das Nähergebnis. Vor dem Nähen sollten stets zwei Aspekte überdacht werden:


1. Ist die Nähmaschinennadel intakt?

2. Habe ich die richtige Nähmaschinennadel für meinen vorliegenden Stoff eingesetzt?


Sollte einer dieser beiden Aspekte mit 'Nein' beantwortet werden, muss die Nähmaschinennadel gewechselt werden!


NÄHMASCHINENNADELN AUF SCHÄDEN PRÜFEN

Unabhängig vom Nadeltyp (siehe unten), muss die Nadel intakt sein. Intakt bedeutet in diesem Falle, dass sie gerade und nicht verbogen ist und dass die Spitze der Nadel nicht beschädigt ist.


Ob die Nadel gerade ist, lässt sich überprüfen, indem die Nadel zunächst flach auf einen Tisch gelegt wird. Der gesamte ‚Körper‘ sollte hierbei flach aufliegen. Die Nadel wird mit den Fingern etwas hin und her gerollt. Hierbei sollte die Spitze der Nadel durchgehend den gleichen Abstand zur Tischplatte haben.


Um die Spitze zu überprüfen, können noch unbenutzte Nadeln des gleichen Nadelsystems und Nadeltyps (siehe unten) herangezogen werden. Vergleiche das Aussehen der Nadeln miteinander: Sind sie gleichlang? Sind die gleich spitz? Fahre außerdem mit Daumen und Zeigefinger die Nadel in Richtung Spitze ab. Sollte hier ein (kleiner) Wiederstand zu spüren sein, so ist die Nadel defekt.


VERSCHIEDENE NÄHMASCHINENNADELN

Auf der Packung von Nähmaschinennadeln ist immer ein Hinweis auf das Nadelsystem und den Nadeltyp zu finden. Das Nadelsystem steht für die Ausführung des Nadelkolbens, d.h. dem Kopf der Nähmaschinennadel. 130/705 H gilt als das bekannteste Nadelsystem und kommt an allen haushaltstypischen Nähmaschinen zum Einsatz. Schau‘ doch mal auf die Verpackung(en) deiner Nähmaschinennadel(n) – Findest du diese Bezeichnung?


Bis auf bei meinen Universalnadeln befinden sich weitere Bezeichnungen hinter dem H. Im Folgenden findest du eine Übersicht bzgl. der Bedeutung der Buchstaben:


• H = Hohlkopfnadel

• H E =Sticknadel

• H J =Jeansnadel

• H M = Microtex

• H Q = Quilt-Steppnadel

• H S = Stretch

• H LL = Leder

• H SU = Super Universalnadel (Anti-Kleber)

• H SUK = Mittlere Kugelspitze (Stretch/ Jersey)

• H ZWI = Zwillingsnadel

• H DRI = Drillingsnadel

• MET = Metalicgarn

• H WING = Hohlsaum (Flügelnadel)


NADELSTÄRKEN

Die angegebene Nadelstärke beschreibt den Durchmesser der Nähmaschinennadel: Je niedriger die Zahl, desto dünner ist die Nadel und je größer die Zahl, desto breite ist die Nadel. Wenn du einen dünnen Stoff vernähen möchtest, wählst du eine dünne Nadelstärke aus. Möchtest du hingegen einen festen Stoff vernähen, so wählst du eine größere Nadelstärke aus. Die gängigsten Größen sind 70, 80 und 90. Die Zahlen stehen für den Nadelstärke in Millimetern. Ganz gleich, welches Nähprojekt bei dir gerade ansteht: Nähe immer eine Probenaht, um dein Stichbild zu kontrollieren! Nähmaschinennadeln können mit verschiedenen und gleichen Nadelsärken in einer Packung erworben werden.


Ich teile nun mit dir die wichtigsten Unterschiede der verschiedenen Nähmaschinennadeln:


• Universalnadeln:

sind, wie der Name schon sagt, universal einsetzbar. Sie eignen sich unter anderem für alle gängigen Stoffe aus Webware (Baumwolle, Leinen, Mantelstoffe etc.).


>> verschiedene Nadelstärken (70, 80, 90) <<

>> eine Nadelstärke (80) <<


• Super Universalnadeln:

sind perfekt, wenn mit bügelbarem Vlies oder zusammengeklebten Stoffen gearbeitet wird, denn sie besitzen eine Antihaft-Beschichtung mit NIT (Nickel-Phosphor-PTFE), die die Nadel besonders gleitfähig werden lässt.


Wichtig: Die Beschichtung kann zu Beginn noch etwas dunkler sein, verblasst aber mit der Zeit. Die Wirkung bleibt jedoch dieselbe. Um eventuelle Rückstände auf dem Stoff zu vermeiden, sollte die neue Nadel ca. 50 cm auf einem Reststück ‚eingenäht‘ werden.


• Jerseynadeln:

besitzen eine Kugelspitze, damit die Maschen beim Einstechen der Nadel in den Stoff nicht zerstört werden. Man kann sich das so vorstellen, dass die Spitze die Fäden beim Einstechen der Nadel auseinanderschiebt.


• Microtexnadeln:

eignen sich aufgrund ihrer besonders schmalen, aber eher unscharfen Spitze insbesondere für das Nähen von dünnen, leichten, dicht gewebten Stoffen wie Viskose, Seite, Georgette, Chiffon usw., aber auch für das Nähen von Kunstleder ist die Nadel empfehlenswert. Sie durchdringt dicht gewebte Stoffe, ohne diese zu beschädigen.


• Jeansnadeln:

Werden für das Nähen von Jeansstoffen und anderen mittelschweren bis schweren Stoffen (Cord, Canvas, Segeltuch u.a.) verwendet. Allgemein unterscheidet sich die Jeansnadel kaum von der Universalnadel. Allerdings besitzt sie einen leicht verstärkten Schaft, was das Nähen von dickeren Stofflagen deutlich erleichtert. Zudem besitzt sie eine mittlere Kugelspitze und keine leicht verrundete.


• Ledernadeln:

besitzen eine geschliffene Schneidespitze. Wie der Name schon sagt, schneidet sich diese Nähmaschinennadel regelrecht durch das Leder hindurch. Diese Form der Spitze sorgt für sehr feine Löcher in Lederstoffen. Auf der Packung von Ledernadeln steht die Bezeichnung H LL, wobei LL für LederLinksspitze steht. Die Spitze der Nadel ist nämlich nicht mittig, sondern nach links ausgerichtet. Auf diese Weise entsteht ein kleinerer Winkel und die fungiert ähnlich wie ein einseitig geschliffenes Messer und dringt leichter in das Material ein.


• Zwillingsnadeln:

haben zwei Nadelspitzen. Es wird demnach mit zwei Oberfäden und einem Unterfaden genäht. Die Zwillingsnadel kann für professionelle Saumabschlüsse an T-Shirts und Pullovern genutzt werden, aber auch für dekorative Ziernähte.


• Over- & Coverlocknadeln

haben ein anderes Nadelsystem (ELx705 und JLx2) als die oben aufgeführten Nähmaschinennadeln für haushaltstypische Nähmaschinen. Sie besitzen eine zweite Fadenrinne, die die Bildung von Kettstichen ermöglicht. Was mir lange nicht bewusst war (und dennoch Sinn macht): Es gibt auch hier Nadeln für Webware und Nadeln für dehnbare Stoffe.


NADEL RICHTIG EINSETZEN

Beim Einsetzen der Nadel in die Nähmaschine ist es wichtig, dass die runde Seite der Nadel nach vorne zeigt und die flache Seite nach hinten.


>> runde Seite <<

>> flache Seite <<


Ich hoffe, dir hat dieser kleine Einblick gefallen und ich freue mich über eine Nachricht von dir in den Kommentaren, ob die Infos hilfreich für dich waren und gerne auch, was dich sonst noch interessieren würde.


Liebe Grüße!♥ Deine Jana

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Auf diesem Blog teile ich

mit dir meinen Weg zu einer selbstgenähten Garderobe.

JANA DIY ist mein Online-Näh-Tagebuch, in dem ich all‘ meine Erfahrungen und Eindrücke festhalten werde.

Du findest hier Inspiration und Anregungen, aber auch Tipps und Tricks, die dich dazu inspirieren werden, dass auch

du dich traust, deine eigene Garderobe zu nähen!♥

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